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Allgemein Gesellschaftlicher Diskurs

Menschen ohne Stimme

Eigentlich hatte ich vorgehabt ein Interview mit einem Menschen zu machen, der am Rande der Gesellschaft steht und der eine Stimme haben sollte. Ich habe mich dagegen entschieden. Heute traf ich gleich mehrere Menschen in der Stadt, die mir ihre Lebensgeschichte erzählten. Mir ist klar geworden, einen Menschen allein hier darzustellen, wird der Sache nicht gerecht. Menschen, die SGB II Empfänger sind oder Menschen, die wohnungslos sind, sind nicht einfach eine Gruppe. Hinter jedem Menschen steckt ein Einzelschicksal! Und dieses Einzelschicksal verdient es beachtet zu werden. Mir wurde erzählt, dass die Menschen achtlos an Ihnen vorbei gehen, dass Sprüche geklopft werden, dass es den meisten Menschen genügt etwas Geld in den Getränkebecher zu legen. Mir wurden von Lebensgeschichten erzählt, die erst ganz normal waren, bis ein Schicksalschlag sie auf die Straße brachte. Eine Person erzählte mir von Ihrer Kindheit, sie hatte die Kindheit schon im zweiten Weltkrieg erlebt und erzählte, wie sie dann anfängt zu überlegen wie die heutige Zeit ist und das Verwandtschaft keine Zeit hat. Viele Menschen würden den Friedenszustand in Deutschland als normal empfinden und sich nicht vorstellen können, wie es damals gewesen ist.

Insgesamt zeigt mir der heutige Tag, dass unsere Gesellschaft einfach zu schnelllebig ist. Oft nimmt man sich nicht die Zeit, um wirklich den Menschen zu sehen, an dem man gerade vorbei geht. Auch mir passiert es, dass ich mit meinen Gedanken gerade bei etwas anderem bin. Vielleicht täte es ganz gut, ab und zu mal in die Stille zu gehen. Ich mache das meistens abends oder auf im Auto auf dem Weg zur Arbeit. Ich teile Jesus meine Gedanken mit, meine Sorgen, Ängste und Nöte und meine Dankbarkeit mit. Dies entlastet mich und gibt mir Stärke für den Tag.

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Allgemein Gesellschaftlicher Diskurs

Gendergerechte Sprache, GM und DM

Ich halte nichts von einer Vorgabe einer gendergerechten Sprache. Die Themen Gender Mainstreaming, Diversity Management und gendergerechte Sprache werden alle durch die in Deutschland dem Grundgesetz zu Grunde liegenden christlichen Werten abgedeckt. Alles umfasst ein christlicher Wert und das ist die Nächsten- und Feindesliebe. Diese Werte sind Leitlinien wie sich ein Christ anderen Menschen gegenüber verhalten soll. Damit sind alle Minderheiten, die im AGG stehen, gemeint.

Die gendergerechte Aussprache ist unnatürlich. Die Worte mit *_ oder / gibt es nur in der Schriftsprache und stören den Redefluss. Zudem werden heute viele Begriffe gegendert, bei denen es gar nicht notwendig ist, weil sie neutral sind und alle Geschlechter umfassen. Ich als Frau fühle mich nicht „mehr“ gewertschätzt, wenn jemand zwanghaft auf die gendergerechte Sprache achtet, sondern ich achte darauf, wie der Mitmensch sich ansonsten mir gegenüber verhält.

Vorgegebene Verhaltensweisen spalten mehr als dass sie zusammenführen. Ein gesellschaftlicher Diskurs über die Stellung der Minderheiten in Deutschland halte ich für wichtig, aber jeder hat das Recht eine andere Meinung zu haben. Zwang ist nicht zielführend, sondern Überzeugungsarbeit.

Ich will an dieser Stelle aus meiner Sicht sagen, dass Frauen keine Minderheit sind. Sie sind in Führungspositionen leider immernoch zu wenig vertreten. Sie sind in der Politik und Wirtschaft zu wenig vertreten, aber wir sind auf einem guten Weg. Ich halte viel von Chancengleichheit, d.h. im Bereich der Frauen halte ich es für sinnvoll ihnen ein Umfeld zu schaffen, dass es ihnen ermöglicht, erfolgreich zu arbeiten und eine Familie zu haben.

Aber Grundlage einer Einstellung in den Betrieb, eine Vergabe einer Führungsposition, das Engagement in Industrie oder Politik sollte einzig die Leistung und Qualifikation eines Menschen zählen.