Katholische Pfarrgemeinde St. Engelbert Foto: Sonja KlusekemperKatholische Pfarrgemeinde St. Engelbert Foto: Sonja KlusekemperSKatholische Pfarrgemeinde St. Engelbert Foto: Sonja Klusekemper
Die katholische Kirche war heute geschlossen. Man konnte nur in den Vorraum. Zur Kirche selbst konnte man nicht viele Informationen finden. Wer etwas über die Kirch selbst erfahren will kann auf folgende Internetseite gehen: www.pv-medebach.de.
Mein Mann und ich haben uns in der Gegend etwas umgeschaut. Keine 50 m von dieser Kirche entfernt ist ein tibetisches buddhistisches Zentrum. Wir kamen dort mit dem Besitzer des Zentrums ins Gespräch. Er ist gegen jegliche Missionierung,. Ich selbst halte zumindest die zwanghafte Missionierung wie sie jahrtausende über z.B. in Afrika gemacht wurden für vollkommen falsch. Jesus sagte, „macht sie zu Jüngern“, d.h. aber nicht, dass Menschen gezwungen werden sollten „den einen Weg“ zu Gott zu beschreiten.
Kapelle St. Laurentius – Glindfeld Foto: Sonja KlusekemperKapelle St. Laurentius Glindfeld Foto: Sonja KlusekemperKapelle St. Laurentius Glindfeld Altar Foto: Sonja Klusekemper
Die Kapelle St. Laurentius Glindfeld ist von Pfarrer Friedrich Trippe erbaut worden. Sie ist im Jahre 1884 eingeweiht worden und nach Renovierungsarbeiten im Jahre 2000 wiedereröffnet worden.
Die Kapelle besticht durch ihre Schlichtheit und ihre Größe. Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt. Ich habe zu meinem Mann gesagt, ich würde mir vorstellen können in dieser Kapelle zu beten, obwohl ich evangelisch bin.
Berge, Katholische Kirche Johannes Evangelist Foto: Sonja KlusekemperBerge, Katholische Kirche Johannes Evangelist Foto: Sonja KlusekemperBerge, Katholische Kirche Johannes Evangelist – Altar Foto: Sonja Klusekemper
Der Altar stammt aus dem Kloster Glindfeld. Viele sakrale Gegenstände sind in die 1699 gebaute Kirche gebracht worden. Der Hochaltar entstand im 18. Jahrhundert.
Es gibt in Medebach einen Heimat- und Geschichtsverein. Dieser hat eine Broschüre herausgegeben, in der sämtliche Medebacher Kirchen und weiteres mehr beschrieben werden. Wir haben ein solches Exemplar in der Kirche gefunden. Allerdings gibt sie der Verein sicher aus selbst aus.
katholische Kirche St. Nikolaus Referinghausen Foto: Sonja Klusekemperkatholische Kirche St. Nikolaus Referinghausen Foto: Sonja Klusekemper
Die Kirche war leider geschlossen, sodass ich nur Fotos von außen machen konnte. Eine Dorfbewohnerin erzählte, dass das Pfarrbüro zentralisiert wurde in Medebach und die Kirche derzeit geschlossen ist, weil dort Renovierungsarbeiten am Bodenbelag gemacht wurden und dort derzeit niemand drauf laufen darf. Die nächste Möglichkeit wäre leider erst ein Tag nach unserem Urlaub. Sie berichete, dass auf dem Berg eine Marien-Kapelle sei und dort viel mehr Menschen, gerade Wanderer, den Ort nutzen um zu beten, als in der eigentlichen Dorfkirche. Sie erklärte, wie wir dort hin finden würden. …
Kirche St. Antonius Titmaringhausen – Medebach Foto: Sonja Klusekemper
Jemand erzählte mir in Titmaringhausen, dass der pastorale Verbund in Medebach 10 Dörfer umfasst und 4-5 Geistliche für diesen Verbund zuständig sind. Auch in der ländlichen Region Sauerland gibt es wenige Kirchenbesucher aus den verschiedensten Gründen. Die Außenbezirke wie Titmaringhausen werden nur jedes dritte Wochenende „bespielt“ und ein Gottesdienst dort geleitet. Meine Generation geht dort nicht in die Kirche. Sie sind als Kinder zur Kirche gegangen. Eine Generation weiter gehen die Kinder nicht mehr in die Kirche.
Die Person erzählte, dass früher in dem Dorf 240 Seelen lebten. Heute wären es noch 180. Das Dorf zählt derzeit noch 6 Kinder. Viele junge Frauen wären weggezogen, weil sie jemand anderen in der Gegend kennen gelernt hätten. Einige Männer wären noch Single. Das Dorf würde irgendwann aussterben. Gäste würden den Weg ins Dorf finden, weil es hier eine gute Anbindung an die nähere Umgebung gibt.
Kirche St. Antonius Titmaringhausen Altarraum – Medebach Foto: Sonja Klusekemper
Mir gefiel der Altarraum der Kirche auf Anhieb. Ich war die erste Besucherin, die sich in das neue Gästebuch eingetragen hat. Ich hoffe, dass noch viele in diesem Buch folgen werden, aber es war auch nicht das erste Gästebuch, das dort lag. In dieser Kirche hat man ein Gefühl von Frieden und Geborgenheit. Eingebettet in dieses abgelegene Dorf, deren Zufahrt für Touristen nur von einer Seite ratsam ist, ist diese Kirche ein schöner Ort zum Verweilen.
katholische Kirche St. Peter und Paul -Medebach Foto: Sonja Klusekemperkatholische Kirche St. Peter und Paul – Medebach – Altar Foto: Sonja Klusekemperkatholische KIrche St. Peter und Paul – Medebach – Orgel Foto: Sonja Klusekemper
Die Namensgebung dieser Kirche ist vom Fest des heiligen Petrus und heiligen Paulus. Es wird in der katholischen Kirche am 29. Juni begangen und ist dort ein Hochfest.
Bei dieser Kirche begann unsere Reise, obwohl mir das zu dem Zeitpunkt noch gar nicht klar war. Wir hatten noch nicht mal Quatier bezogen. Es sollten noch viele Kirchen folgen. Ich wünsche viel Vergnügen beim Schauen und es würde mich freuen, wenn der Eine oder Andere sich die Kirchen aus der Region Medebach selbst anschauen würde.
Um eines gleich am Anfang vorweg zu nehmen. Die Glaubensreise hatte Licht und Schattenseiten. Dieses Zentrum soll Ende des Jahres geschlossen werden. Da es eine ökumenische Kirche ist, wollen sich beide Kirchen aus dieser Zusammenkunft herausziehen. Vielleicht ist mein Beitrag ein kleiner Tropfen, dass dies nicht passiert. Neben der Tatsache, dass Kirchenangestellte Ihren Job verlieren, ist es, denke ich, auch nicht Gottes Wille, dass Kirchen geschlossen und umgewidmet werden müssen. Hier muss aber jeder seinen Beitrag zu leisten. Gerade auch die Stadtbewohner sollten an den Kirchen nicht nur vorbei fahren, sondern auch mal in sie hineingehen oder den ein oder anderen Gottesdient besuchen. 🙂 Kirche ist ein wichtiger Teil der Gesellschaft und sollte es auch bleiben.
Wer diese Kirche näher sehen will sollte sich vorher anmelden. Dies gilt, wenn man alle Kirchen gleichzeitig besuchen will auf jeden Fall für ganz Meschede.
Vielleicht kommt der Beitrag für dieses Gebäude zu spät. Das kann ich nicht beurteilen. Genrell sollten wir als Bevölkerung helfen, dass der oben genannte Spruch weiterhin wahr bleibt. Sei es, weil man es als gläubiger Christ einfach braucht, dass die eigene Kirche erhalten bleibt, oder weil man es als Bürger diese Landes als ein Kulturgut ansieht.
Ich möchte Sie in den nächsten Monaten auf eine Glaubensreise mitnehmen. Ich hoffe, dass Sie diese Reise so interessant finden, dass sie die eine oder andere Kirche auch mal besuchen werden. Es würde mich freuen, wenn ich einen Beitrag dazu leisten könnte.
Da das Christentum aus dem Judentum entstanden ist und Jesus Christus selbst ein Jude war, der König der Juden aus dem Hause David, ist es für mich eine Selbstverständlichkeit zu dieser Glaubensgemeinschaft zu stehen.
Mit der Rubrik jüdische Friedhöfe möchte ich Geschichte darstellen. Jüdisches Andenken für die Ewigkeit erhalten und das Interesse an jüdischer Kultur und dem Glauben wecken. Ich selbst war 2019 Ostern in Israel. Ich bin damals auf den Pfaden Jesu gewandelt.
Ich hoffe, dass sich viele Menschen für diese Kategorie meiner Internetseite interessieren werden. Es würde mich sehr freuen.
Exemplarisch für die Recherche der Hinterbliebenen auf dem jüdischen Friedhof in Medebach möchte ich hier etwas zu den Nachfahren von Karl Meyerhof, gestorben 27.01.1937 , und Clara Meyerhof, gestorben 12.09.1913, und Jakob Meyerhof, getorben 24.03.1914, sagen, die ebenfalls in Medebach lebten. Inge Meyerhof geboren 1926 ist während der NS Zeit ermordet worden. Ruth Meyerhof geboten 1923 ist ebenfalls ermordert worden. Anneliese Meyerhof, die 1914 geboren ist, ist ebenfalls ermordet worden. Außerdem wird in der Liste noch der Familienname Frank erwähnt. Aus Medebach kommt eine Frau Frank, nämlich Ilse Frank. Geboren 1909, ist sie ebenfalls zur Zeit des 2. Weltkriegs ermordet worden.
Beispielhaft möchte ich hier das Schicksal von Inge Meyerhof darstellen. Die Informationen habe ich aus dem Gedenkbuch des Bundesarchives. Sie ist am 29.03, 1926 in Medebach/Brilon geboren. Sie wohnte sowohl in Medebach als auch in Köln. Die Deportation fand aus Köln statt am 07.12.1941 nach Riga/Ghetto.
In der Liste von Yad Vashem sind insgesamt 12 Juden, die mit den Meyerhofs auf diesem Friedhof verwandt sind, alle ermordert. Nur bei einer Person steht keine Angabe.
Evangelischer Friedhof der Emmaus-Gemeinde in Rhynern Foto: Sonja Klusekemper
Anlässlich einer gerade gehörten Predigt möchte ich meine eigenen Gedanken zu Ostern hier verfassen. Zur Sterbestunde Jesu wird jeden Kar-Freitag ein Gottesdienst abgehalten. Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Er hat es aus Liebe zu den Menschen getan. Und die Kreuzigung Jesu war selbst eine einzige Sünde! Jesus zeigt in diesen Tagen, dass auch er von Zweifeln gepackt ist. „Lass den Kelch an mir vorüber gehen. Aber nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe“. Jesus lässt sich unschuldig ans Kreuz nageln. Erduldet vorher jegliche Misshandlung und trägt sein Kreuz selbst zur Hinrichtung ohne ein Wort der Klage. Diese selbstlose Tat legt den Grundstein für Ostern. Jesus ist am dritten Tage auferstanden von den Toten. Er weckt die Hoffnung auf das ewige Leben. In der Osternacht feiern wir die Auferstehung Jesu und die damit verbundene eigene Hoffnung, dass mit dem Tod nicht alles endet. „Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe!“ Wie es im „Vater unser“ gesagt wird. Jesus sagt es hier in einer totalen Absolutheit. Wenn wir Gläubigen heute das „Vater unser“ beten, ist uns die Konsequenz der Stelle „dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden“ oft nicht klar. Ich selbst habe in den letzten Tagen und immer wieder in meinem Leben erlebt, wie Gott in mein Leben eingewirkt hat und trotzdem liegt es in der Natur des Menschen, eigene Entscheidungen treffen zu wollen. Doch alles hat eine himmlische Fügung. Ostern ist das wichtigste Fest der Christen! Das Leben Jesu zeigt, dass Gott Liebe ist.
Eigentlich hatte ich vorgehabt ein Interview mit einem Menschen zu machen, der am Rande der Gesellschaft steht und der eine Stimme haben sollte. Ich habe mich dagegen entschieden. Heute traf ich gleich mehrere Menschen in der Stadt, die mir ihre Lebensgeschichte erzählten. Mir ist klar geworden, einen Menschen allein hier darzustellen, wird der Sache nicht gerecht. Menschen, die SGB II Empfänger sind oder Menschen, die wohnungslos sind, sind nicht einfach eine Gruppe. Hinter jedem Menschen steckt ein Einzelschicksal! Und dieses Einzelschicksal verdient es beachtet zu werden. Mir wurde erzählt, dass die Menschen achtlos an Ihnen vorbei gehen, dass Sprüche geklopft werden, dass es den meisten Menschen genügt etwas Geld in den Getränkebecher zu legen. Mir wurden von Lebensgeschichten erzählt, die erst ganz normal waren, bis ein Schicksalschlag sie auf die Straße brachte. Eine Person erzählte mir von Ihrer Kindheit, sie hatte die Kindheit schon im zweiten Weltkrieg erlebt und erzählte, wie sie dann anfängt zu überlegen wie die heutige Zeit ist und das Verwandtschaft keine Zeit hat. Viele Menschen würden den Friedenszustand in Deutschland als normal empfinden und sich nicht vorstellen können, wie es damals gewesen ist.
Insgesamt zeigt mir der heutige Tag, dass unsere Gesellschaft einfach zu schnelllebig ist. Oft nimmt man sich nicht die Zeit, um wirklich den Menschen zu sehen, an dem man gerade vorbei geht. Auch mir passiert es, dass ich mit meinen Gedanken gerade bei etwas anderem bin. Vielleicht täte es ganz gut, ab und zu mal in die Stille zu gehen. Ich mache das meistens abends oder auf im Auto auf dem Weg zur Arbeit. Ich teile Jesus meine Gedanken mit, meine Sorgen, Ängste und Nöte und meine Dankbarkeit mit. Dies entlastet mich und gibt mir Stärke für den Tag.